#i'm a robocop, but that's ok

Ich bin verliebt in einen Robocop.
Zum ersten Mal begegnet bin ich ihm irgendwo am Meer. Ist das der Ort an dem man einen Robocop trifft? Ich weiß es nicht. Der Wind streichelte sanft über die Dünenwellen, die Sonne hatte sich den Weg durch die Wolken gebahnt, aber das Wasser war noch eisig kalt, den der Sommer begann gerade erst.
Seit etwa einer Stunde lief ich barfuß den Strand entlang. Damals hatte ich nicht die geringste Ahnung, was ein Robocop überhaupt war, ich wusste nicht einmal wieso man ihn so nannte. Der Eismann, war groß und es war kein Haar zu sehen. Obwohl er noch jung sein musste, den seine Bewegung waren kraftvoll und sein Körper schlank wirkte er wie ein sehr alter Mann. Sein Blick war finster und auf eine Art konzentriert, genau wie seine Kleidung und das Tier, das neben ihm lief. Die Bewegungen der beiden bildeten irgendwie Einheit. Ansonsten unterschied sich sein Äußeres nicht dem von anderer Männer. Man konnte ihn vielleicht nicht gerade als gut aussehend bezeichnen, doch etwas an ihm bewegte mich tief im Inneren. Vielleicht waren es seine Augen, die etwas seltsam beruhigendes an sich hatten oder seine Lippen, die ständig etwas zu suchen schienen, oder seine Verlegenheit, die ihn wider seiner Natur seine Verletzlichkeit verriet.
Als wir uns bis auf wenige Meter genähert hatten blickte er auf und wir beide blieben stehen und betrachteten uns. Einen kurzen Augenblick schien es als wäge er ab, ob diese perfekte Einheit unterbrechen wolle oder doch lieber weitergehen. Eine Weile standen wir so, bevor er sagte Hallo und ich sagte Hallo und alles fühlte sich einsam, kühl und mechanisch an. Schließlich fing ich an zu sprechen und nach einer Weile sprachen wir auch miteinander.
Unsere Worte liefen den Strand entlang, den Rand des Wassers, die Gräser der Dünen, zwischen die Strandkörbe. Als keine Kühle, Einsamkeit oder Mechanik mehr übrig war, hatten wir endlich nichts mehr zu sagen, also küssten wir uns. Ich errötete, er natürlich nicht. Die ganze Zeit hätte ich zu gerne gewusst, was ein Robocop nun eigentlich war: Woraus war sein Körper, wovon ernährte er sich, Hatte er eine Familie? Doch über ihn selbst redeten wir kaum.
Wir verabredeten uns für das Wochenende, aber wir sahen weder einen Film, noch gingen wir in ein Cafe. Irgendwo im Gras oder auf der Straße oder auf dem Holzboden, saßen wir, gingen wir oder küssten wir. Küssen war unglaublich wichtig, das merkte ich, den der Robocop fing dann an zu glühen. Nur über die Zukunft redeten wir nicht, denn den Robocop interessierte die Zukunft nicht. Er kannte keine Zukunft, zum Glück denn ich wollte auch nichts über meine Zukunft wissen. Der Mann war so einsam wie eine Glühbirne ohne Lampe, oder andersrum. Ich begann ihn zu lieben. Und der Robocop liebte mich, mein Gegenwärtiges Ich ohne Vergangenheit und Zukunft.
Ich war erst neunzehn. Was es bedeutete, einen Robocop zu lieben, konnte ich mir damals nicht vorstellen. Aber ich wäre sicher ebenso ahnungslos gewesen, wenn er kein Robocop gewesen wäre.

nach Haruki Murakami, Der Eismann

Coldplay // Violet Hill

#verbal masturbation

Es gibt mir zu denken, dass das krankeste Buch, dass ich bisher gelesen habe, ein paar waren es immerhin, aus dem Fundus meines Vaters stammt. Wirklich erstaunt bin ich aber schockierenderweise nicht. Ich glaube mittlerweile, dass Eltern, indem Moment wo sie zu solchen werden, ihre ganze Phycho-Sex-RocknRoll-Vergangenheit hinter sich lassen. Zumindest wenn sie vernünftig sind. Denn ich denke, die Konfrontation mit jener elterlichen Seite kann bei einem Kind, sollte es noch zu früh sein, schwerwiegende Störungen hervorrufen. Sexuell und Psychisch, das mit der Musik ist nicht ganz so schlimm.
Achja. Jedenfalls, dieses Buch. Es geht um Ficken, Verstopfung und Indianer. Und ein paar schön gestörte Versager. Die Drogengeschichte wird hier eher vernachlässigt. Obwohl die Sprach wirklich iritierend, die Gedankengänge des Autors nicht immer nachvollziehbar und die Charaktere unsympathisch sind lese ich es natürlich fasziniert bis zum Ende.
Jedenfalls, die Moral von der Geschicht. Liebe Kinder, lest die Bücher eurer Eltern nicht. Lasst die Finger davon oder ihr werdet eine kurze, aber aufregende Kindheit haben.
Liebe Eltern, füttert die kindliche Neugier mit Bedacht. Kleine Häppchen nach und nach. Richtig: "Das Buch vom Liebhaben" (6-10 Jahre) Falsch: Drei Versionen des Kamasutra (gleiches Alter). Richtig: Der Willi ist kein Mickerling (7-9 Jahre) Falsch: Professor Rabes schwerster Fall (gleiches Alter).
Und bedenket immer: Kinder haben weitaus mehr Übung im Verstecke spielen als ihr- es lohnt sich über eine geeignete Lagerstätte nachzudenken.

Achja. Das ist natürlich alles Schwachsinn. Ich habe mich prächtig entwickelt.


Micky Green // Oh

#berufsrisiko

wäre mein emo-ich etwas ausgeprägter (kat. gleichgeschlechtliches rumexperimentieren) wäre es heute interessant geworden. und ich dachte das gibts nur im film.
#wenn die postfrau dreimal klingelt.

#we love.. the emo


You Are 36% Emo

You're definitely not emo, but you do understand emo people a little. You are introspective, but not to the point of driving yourself crazy.

Grand National // Joker And Clown

#feldforschung

Einer der interessanten Aspekte meiner derzeitigen Tätigkeiten ist , dass ich sehr viel mit Menschen zu tun habe. Da meine so herausragende Intelligenz während der Arbeit nicht weiter gefordert wird, bin ich ständig dabei meine Kenntnisse über die oberschwäbische Landbevölkerung zu vertiefen.
Und kann durchaus auch Spaß machen. Immerwieder stoße ich auf Charaktere, denen ich so vorher hier nie begegnet bin bzw. hier auch nicht vermutet habe. [Es kommt aber auch vor, das ich einfach überwältigt bin, was (und das habe ich noch weniger erwartet) das Landleben, zu bieten hat: Schafe! Viele kleine, kuschlige Schafe!]
Aber nun gut: Über verwahrloste Teenies, diverse Schrothändler und ausgestiegene "Einsiedler" ist alles dabei. Bei all diesen "Sozialen Phänomenen" (vielleicht beschädtige ich mich damit ein andermal weiter) ist mir letzens vor allem eines aufgefallen: süße Jungs. Es verhält sich tatsächlich so, dass gerade diese Bevölkerungsgruppe es gemein hat, lange zu schlafen. Auch wenn mir in früheren Zeiten bereits einige dieser Fälle begegnet waren, so habe ich nun doch den Eindruck gewonnen, dass es generell eine Tatsache, also eine Eigenschaft aller süßen Jungs ist, stets verschlafen, unvollständig bekleidet und zersaust zu sein, zu Zeiten während derer andere, schon seit einigen Stunden den Tag nutzen, oder verstreichen lassen. Durchaus nicht uninteressant.
Zur Vervollständigung sei hier angemerkt: Ich stehe schon lange nicht mehr auf süße Jungs. Ich sag ja nur.


[made up love]


Wolf Parade // Dear Sons And Daughters Of Hungry Ghosts

#i need a life

There are days when outside your window, I see my reflection as I slowly pass
And I long for this mirrored perspective when we'll be lovers, lovers at last.



Death Cab For Cutie // I Will Posses Your Heart [listen]

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Nilla - 27. Jun, 19:30
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Sind es die Tode, die aus Leben Bücher machen....
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There's something I’ve got to do Before I die Ich...
Nilla - 4. Jun, 19:34
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Grunge (anonymous) - 25. May, 19:46

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